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Foto: Staatsbad GmbH
Foto: jm_WLZ
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Wandelhalle

Die Wandelhalle wurde im Jahre 1929 erbaut; Architekt war der Darmstädter Professor Paul Meissner. Das neue Gebäude ersetzte einen gusseisernen Vorgängerbau, der nicht heizbar gewesen war.

Die Wandelhalle diente vor allem der Abgabe der Trinkkur, die damals noch das wesentliche Fundament des Kurbetriebs bildete. Für Veranstaltungen stand das damalige Kurhaus zur Verfügung.

 

Nach dem Abriss des alten Kurhausbaus in 1955 wurde der dringend benötigte Veranstaltungssaal 1960 zusammen mit einem gläsernem Umgang als Erweiterungsbau an die Wandelhalle angesetzt. Als Architekt zeichnete der Regierungsbaurat Heinz Rappold verantwortlich, der auch benachbarte Bauten (Cafe, Musikpavillon) gestaltete.

Die Wandelhalle wurde eindeutig sowohl therapeutischer als auch kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt des Kurbetriebes und blieb dies bis zum Neubau eines Kurhauses im Jahre 1987.

 

Da sich die Veranstaltungen in der Folge wieder ins neue Kurhaus verlagerten und die Trinkkur an Bedeutung verloren hatte, setzte ein Verfallsprozess ein, der nur durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und die Zuweisung neuer Funktionen (Museum, Gastronomie usw.) aufgehalten werden kann.

 

Mit ihrer bedeutsamen und denkmalgeschützten Architektur ist die Wandelhalle ein Zeugnis Bad Wildunger Kurhistorie. Sie soll wieder den Stellenwert erhalten, den sie durch die Lage im Kurpark, durch die Vielfalt unterschiedicher Angeote (Heilmittel, Kommunikation, Kultur) stets inne hatte: Lebendiger Mittelpunkt der Wohlfühlstadt Bad Wildungen.

 

Die mit dem kulturellen und gesellschaftlichem Umfeld abgestimmte Sanierung stellt die Präsentation der Wildunger Quellen in den Vordergrund.

Der hintere gläserne Gebäudeteil bietet in 2006 ein hervorragendes Ambiente für die Hallenschauen und wird erst im zweiten Bauabschnitt, nach Beendigung der Landesgartenschau saniert.