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Gräsergarten mit neuer Zapfstelle

Die Wiederentdeckung der Schlossquelle

Von kaum jemandem wahrgenommen lag die Schlossquelle an der Wilde, unmittelbar neben den Freizeitgärten "Am Friedrichstein". Zur Gewinnung von mehr Badewasser wurden hier im Jahre 1877 von Sanitätsrat

Dr. Carl Rörig Bohrlöcher in den Fels getrieben und so die Schlossquelle gewonnen. Das Quellwasser strömte im freien Gefälle durch eine Transportleitung über die Königsquelle bis zur ehemaligen Abfüllstation für Heilwasser.

 

Knapp drei Liter Heilquelle pro Minute fließen hier heute aus einem verrosteten Rohrstück in die Wilde. "Die Wiederentdeckung der Schlossquelle" ist ein Projekt der Landesgartenschau, die Nutzung der Quelle als öffentlich zugängliche Trink- und Zapfstelle über das Jahr 2006 hinaus zu ermöglichen.

 

Nach Abschluss der grundlegenden Sanierung der Fassung wird die Heilquelle mit einem künstlerisch gestalteten Quellstein und einem kleinen Auffangbecken bequem zugänglich gemacht. Den Rahmen bildet eine großzügige Pergola, umgeben von dem "Gräsergarten", der ganzjährig zum Anziehungspunkt wird. Im Frühsommer während der Gräserblüte, im Herbst, wenn die Horste sich verfärben und auch im Winter, wenn die alten Blütenstände mit Reif überzogen sind, bietet der geschützte Platz auf der Sitzbank besonders reizvolle Ausblicke. Findlinge markieren den Zugang zum Wildeufer und Trittsteine verbinden diesen Ruheort mit dem neuen Hauptweg.