 |  Richtfest am Info-Pavillon Jägersburg, 9. Juli 2005 |

Odershausen ist ein sanft in die Landschaft eingebettetes Dorf. Jeder Bewohner hat die ursprüngliche Natur unmittelbar vor seiner Haustür.
Ein Naturerlebnispfad soll den Besuchern und den Einwohnern von Odershausen die Schönheit, die besonderen Eigenarten und die Vielfalt der Umgebung näher bringen. Als Teil dieses Naturerlebnispfades und Stadtteilprojekt zur Landesgartenschau rückt Odershausen die Historie um die Ruine der "Jägersburg" ins öffentliche Licht.
Dieses Jagd- und Lustschlösschen wurde 1718 von Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont erbaut, um das höfische Treiben durch Jagden mit hohen Wildbeständen zu bereichern. Die französische Lebenshaltung unter dem Sonnenkönig Ludwig XIV. stand hierbei Pate. Die Jagdleidenschaft der fürstlichen Nachkommen ließ alsbald nach, und so überdauerte die kleine Burg nur 140 Jahre bis sie im Jahre 1857 zum Abbruch verkauft wurde. Steine, Holz und Ziegel wurden für Hausbauten in Bad Wildungen verwendet.
Vom Ortskern über die "Lange Wiese" am Kalteborn-Bach werden die Wanderer zu dem "verwunschenen" Wanderziel geleitet. Dort dient ein landschaftlich angepasster und einladender Pavillon als Wanderunterstand und Hinweistafeln informieren über die kulturhistorische Bedeutung der Ruinen und deren Umgebung.
Als weitere Sehenswürdigkeit entsteht an seinem ursprünglichem Standort ein Nachbau des damaligen Burgbrunnens.
Das angegliederte Landschaftsstück, der ehemalige Schlossgarten, wurde schon vor vielen Jahren als "Vogelschutz-Gehölz" zum Naturdenkmal erklärt.
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