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Luftbild Dorfmitte Hundsdorf
Holzvergaser-LKW von Wilhelm Metz
Überreste eines alten Kohlenmeilers


Die Hundsdorfer nach Festlegung des Standorts mit kleinem "Kohlenmeiler", 01.07.2005

Hundsdorf - "Kohlenmeiler"

In Hundsdorf wurde bereits seit der Entstehung des Ortes zum Ende des 12. Jahrhunderts Land- und ganz besonders Holzwirtschaft betrieben. Dazu zählte auch die Veredelung von Holz für den Bergbau und die Herstellung von Holzkohle.

 

Neben unzähligen Kohlenmeilern um den Ort herum gab es in Hundsdorf eine nur wenig bekannte Form des Kohlenmeilers: die "Holz-Tankstelle".

Wegen der Treibstoffknappheit besann man sich während des 2. Weltkrieges auf den Motor-Antrieb mittels Holz-Vergasung. Dazu war neben Brennholz auch Holzkohle nötig. Rund um die Uhr wurde diese Holzkohle in Hundsdorf an der Straße nach Bad Wildungen hin mittels 3er - mit Ziegelsteinen gemauerten - Meiler produziert. Auch Wilhelm Metz tankte hier seinen Holzvergaser-LKW mit dem er unter anderem Ausflugsfahrten an den Edersee unternahm (siehe Foto).

 

Doch bereits zum Ende der 40er Jahre sank der Bedarf an Holzkohle für den Kraftfahrzeugverkehr rapide ab und so wurde der Betrieb an der Köhlerei alsbald eingestellt. In den 50er Jahren wurden die Gebäude abgerissen. Heute sind an der alten Stelle noch die Überreste von zwei Meilern zu erkennen.

 

Das Walddorf mit langer und noch immer aktueller Wald(-arbeiter) -Tradition will durch den Nachbau eines Kohlenmeilers auf seine Historie aufmerksam machen. Nach langer Standortsuche entschied sich der Ortsbeirat für einen Platz mitten im Dorfe. Hier können sich Groß und Klein über die Geschichte des Kohlenmeilers informieren, rasten und plaudern.