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Aus den Lautsprechern erklang "The final countdown" gespielt von den Londoner Symphonikern. Dann brach der Bagger mit dem großen Löffel durch die letzte Betonschale. Der Durchstich - wie Fachleute den Tunneldurchbruch nennen - ist ein Symbol für den Durchbruch der Badestadt. Viele Hundert Besucher applaudierten zu diesem Ereignis, das neue Pforten eröffnet, weite Ein- und Aussichten gewährt und bislang Getrenntes verbindet.
Seit dem 24. September 2004, 18:00 Uhr sind Bornebachtal, Wildetal und der Königsquellenpark durch einen 45 Meter langen, über 5 Meter hohen und 7 Meter breiten Tunnel miteinander verbunden.
Der Begriff "Tunnel" wird dem Ganzen nicht gerecht. Wenn Fußgänger und - nach 2006 auch Radfahrer - unter dem Riesendamm passieren, werden sie eher das Gefühl haben, in eine Halle oder einen Saal zu kommen. Durch den schrägen Anschnitt der Öffnungen fällt von beiden Seiten sehr viel Licht herein. Die Länge am Tunnelboden misst 45 Meter, die Decke aber nur 25 Meter. Der 5,15 Meter hohe und 7,48 Meter breite Tunnel ist für die Nutzung durch Radfahrer und Fußgänger konzipiert, kann aber auch von kleineren Pflegefahrzeugen genutzt werden. Der Wegebelag in der Unterführung wird mit einem Muster aus farbigen Betonplatten gestaltet. Vereinzelt liegen begehbare Leuchtplatten im Belag, die abends für zusätzliche Beleuchtung sorgen. In den Randbereichen strahlen blaue und grüne Bodeneinbauleuchten auf die blauen Betonwände des Tunnels.
Dank des neuen Tunnels lässt sich die barrierefreie und behindertengerechte Verbindung innerhalb des langgestreckten Landesgartenschau-Geländes zwischen dem Bornebachtal im Westen und dem Königsquellenpark im Osten verwirklichen. So entsteht als Verlängerung der vorhandenen Kurparkanlagen eine durchgehende Wegeverbindung von mehr als vier Kilometern Länge zwischen dem Wildunger Bahnhof und dem Kurstadtteil Reinhardshausen.
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