
|
Der Kunstwanderweg erobert Bad Wildungen
Das Logo des Kunstwanderwegs "Ars Natura" ist gewissermaßen Programm: ein geschwungenes X steht für die Fernwanderwege X8 (von Korbach zum Kyffhäuser) und X3 (von Höxter nach Bad Brückenau). Rechts und links, pardon, östlich und westlich vom Kreuzungspunkt der Wege in Spangenberg lädt der X8 bereits zu zahlreichen Begegnungen der besonderen Art ein, und in diesem Jahr dehnt sich der hier seit dreieinhalb Jahren ins Leben gerufene Kunstwanderweg weiter aus: Im Januar wird die bei Mainz lebende Künstlerin Usch Quednau drei Falken im Wegeabschnitt von Bad Wildungen installieren und damit den Kunstausbau auf einer Strecke von ungefähr 25 Kilometern für weitere 25 Stationen eröffnen.
Landschaft als Galerie
Der Wanderweg führt entlang der Parkanlagen auch mitten durch Bad Wildungen, was Sandrino Sander angesichts der zu erwartenden Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit als besondere Herausforderung versteht. Mit den drei Falken von Usch Quednau wird er, da ist Sander sich sicher, nicht riskieren, auf Ablehnung zu stoßen: "Die Falken sind nicht abstrakt, sie veranschaulichen den ökologischen Ansatz unseres gesamten Projektes, man kann sie, wenn man will, als Paradieswächter sehen - und außerdem handelt es sich bei ihnen schlichtweg um gute Kunst!" Zur Auswahl für Bad Wildungen standen 160 Einsendungen, die auf eine Ausschreibung in einschlägigen Zeitschriften hin die "Ars Natura"-Jury erreichten. Bis 2007 sollen ab der Gemarkungsgrenze von Bad Zwesten bis nach Bad Wildungen die ausgewählten Werke realisiert werden.
Auch nach Osten expandiert "Ars Natura". Der Kunstwanderweg wird Waldkappel und Hessisch Lichtenau, die Hessentagstadt 2006, streifen. Im Werra-Meißner Kreis sollen Künstler unter dem Motto "Zauberwald" auf intelligente Art Märchenmotive umsetzen. Insgesamt sind vom Schwalm-Eder Kreis bis östlich von Spangenberg 70 Kilometer mit 100 Arbeiten durchmessen. Die zum größten Teil aus Naturmaterialien hergestellten künstlerischen Arbeiten kommen, so der Anspruch von Sandrino Sander, durch ihre spezifische landschaftliche Umgebung besonders zur Geltung und laden zu neuen, überraschenden Perspektiven ein: Die Landschaft wird als Galerie genutzt, "Wechselbeziehungen" entstehen.
(Marcus Angebauer, erschienen in (k) KulturMagazin, Ausgabe 107, Feb. 2005)
Kontakt:
Ars Natura, Stiftung in Gründung
Am Blaubach 5
34286 Spangenberg
Tel. 0 56 63 - 17 46
www.ars-natura-stiftung.de
|
|
|