 |  Ein Stück der alten gusseisernen Wasserleitung, die bis zum Jahre 1902 ihren Dienst tat, ausgegraben am 8.7.2005 |

Dieser erst 1940 eingemeindete Stadtteil war über viele Jahrhunderte eine eigenständig verwaltete Gemeinde mit eigener Verwaltung und Kirchspiel.
Um die Schlossstrasse mit dem strengen barocken Stadtgrundriss des fürstlichen Architekten Friedrich Rothweil zog sich bis zum großen Stadtbrand 1763 eine geschlossene ein-torige Stadtmauer. Mit einem teilweise brusthohen Nachbau des nördlichen Teils der Mauer soll an die alten Stadtgrenzen bildhaft erinnert werden.
Auch eine eigene Trinkwasserversorgung sicherten sich die "Ahlenstädter" durch eine ausgeklügelte Leitungsanlage, welche den Höhenunterschied vom Königsquellenpark über den Schlossberg nach Altwildungen überbrückte. Der Flurname "An der Kunst" der den Bereich im Königsquellenpark bezeichnet, wo einst das Pumpenhäuschen stand, erinnert heute noch an diese so genannte "Wasserkunst".
Mit Stolz möchten die AltwildungerInnen auf das schon damals sehr fortschrittliche Wassersystem hinweisen. Textdokumente, alte Karten, Materialien und Werkzeug sollen zukünftig in dem kleinen Torhaus am Eingang zum Schloss Friedrichstein ausgestellt werden.
Ergänzend zu den Sanierungsarbeiten an der Philipp-Nikolai-Kirche wird der kleine Park auf dem schloss-seitigen Gelände aufgewertet und ein barrierefreier Zugang zu dem seitlichen Kircheneingang geschaffen.
Insgesamt bilden diese drei Projekte ein harmonisches Gesamtkonzept, welches viele Besucher über die Schlossbesichtigung hinaus in die Altwildunger Altstadt ziehen wird.
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