Willkommen in Europas größtem Kurpark:
Die "grüne Brücke" zwischen Bad Wildungen und Reinhardshausen

Kurparkverbindung

Ende der 1990er Jahre wurde das bedeutendste hessische Modellprojekt für einen "sanfteren Tourismus" abgeschlossen: Die traditionsreichen Kurparks in Bad Wildungen und dem benachbarten Schwesterheilbad Reinhardshausen wurden durch eine naturnahe "grüne Brücke" mit neuen gäste- und ökologisch orientierten Inhalten versehen und zu einem einzigartigen Großkurpark zusammengefasst, der mit einer Fläche von 50 Hektar als der größte Kurpark Europas gelten kann.

Für die "Grüne Brücke" wurden annähernd
6 km Spazier-, Wander- oder Terrainkurwege neu gebaut bzw. instandgesetzt. Gleichzeitig wurde eine direkte Verbindung zwischen den beiden Wandelhallen an der Georg-Viktorquelle und an der Reinhardsquelle geschaffen. Diese ca. 1,3 km lange Hauptverbindung ist befestigt, für Rollstuhlfahrer bestens geeignet und abends beleuchtet. Der Gast und Spaziergänger findet mehr als 50 verschiedene Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie eine großzügig angelegte Aussichtsbastion vor.
Drei neue Teiche wurden angelegt und am Bad Wildunger Bornebach umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Äcker wurden auf einer Fläche von 5,6 ha in extensiv gepflegte artenreiche Wiesen- und neue Streuobstflächen umgewandelt.
Die neu eingerichteten Waldzimmer, Sommer- und Winterwege,
Tafeln mit Informationen über Fauna und Flora und eine mit 12 verschiedenen heimischen Laubholzarten aufgeforstete Wiese runden das Modellprojekt sinnvoll ab.

Grüne Brücke

In der Kurparkverbindung wurden vier weitere
Terrainkurwege ausgeschildert, die - angepasst an die individuelle Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Patienten - eine gezielt dosierte Nutzung und Belastung ermöglichen. Darüber hinaus stehen dem Ausdauersportler unterschiedlich lange Laufstrecken (2 000, 3000 und 5 000 m) zur Verfügung.
Im Sommerhalbjahr findet regelmäßig Sonntag vormittags die offene Veranstaltung
"Frühsport im Park" bei Menschen aller Altersgruppen großen Zulauf.

 

Weitere Parkanlagen in Bad Wildungen

Im Wildunger Raum entspringen insgesamt 22 heilkräftige Quellen. Als Mittelpunkt und Herz des Bad Wildunger Kurbereiches gilt der waldumsäumte Kurpark an der Georg-Viktorquelle. Vor weit über hundert Jahren im englischen Stil angelegt, verwöhnt dieser Park mit seiner farbenprächtigen Blütenfülle und seinen schattigen Alleen, die - vorbei an Musikpavillons und dem als Treffpunkt beliebten Kurparkcafé - sämtlich zu der imposanten Wandelhalle führen. Das jetzige Gebäude wurde 1928 anstelle einer früheren gußeisernen Wandelhalle errichtet und wird heute ganzjährig als Trink- und Konzerthalle genutzt. Derzeit wird das altehrwürdige Gebäude grundlegend saniert und renoviert. Nach Abschluss der Arbeiten (im Zuge der Kommunalisierung des Staatsbades und der Landesgartenschau 2006) wird die Bad Wildunger Wandelhalle künftig neben ihrer Funktion als Spielstätte und dem Heilwasser-Ausschank auch völlig neue Funktionen und damit neues Leben beherbergen.

An zahlreichen Stellen finden sich künstlerische Plastiken versteckt. Zu den belebenden Elementen gehören auch die zahlreichen Brunnen mit ihren Fontänen und der Fackelteich im unteren Parkgebiet vor dem Badehotel.
Täglich finden in der Wandelhalle, bei gutem Wetter auch in den Musikmuscheln, Konzerte statt. Immer am zweiten Augustwochenende zieht das zauberhafte
Lichterfest "Träumerei im Park" mit der hochklassigem Musikprogramm und Kurparkbeleuchtung Tausende von Menschen in seinen Bann.

Wandelhalle

In einem malerischen Seitental unterhalb des Golfplatzes befindet sich der
Kurpark an der Helenenquelle, dessen Kulisse die schützend emporragenden bewaldeten Hänge des Sonderrains sind. Hier entspringt die Helenenquelle und wird zu Trink- und Badegebrauch in die Kurmittelhäuser des Staatsbades geleitet. Von hier aus nimmt auch der weltweite Versand der Heilquellen seinen Ausgang. Ein gemütliches Café lädt die Parkbesucher zum Verweilen ein, im Sommerhalbjahr finden hier Sonntag vormittags auch Kurkonzerte "open air" statt.

Nicht weniger idyllisch liegt der kleine, etwas verträumt anmutende
Kurpark an der Königsquelle mit seinem markanten Quelltempelchen. Die Quelle gilt als die älteste der Region (bereits vor über 2400 Jahren genutzt); und doch wurde sie erst 1869 wiederentdeckt. Hier, am Fuße des Bergkegels auf dem Schloss Friedrichstein thront, finden im Sommerhalbjahr regelmäßig Märchenwanderungen und Lesungen vor traumhafter Kulisse statt. Dieser reizvolle Park-Auenbereich wird als eine der zentralen Flächen der Landesgartenschau 2006 nachhaltig aufgewertet.

Erst 1894 wurde die Reinhardsquelle entdeckt und fortan nahm das junge Heilbad einen raschen Aufschwung. Der
Kurpark im Stadtteil Reinhardshausen hat einen spürbar anderen Charakter als die traditionsreichen Bad Wildunger Kurparks. Deutlich naturnäher, offener und dennoch gepflegt und idyllisch anmutend, lädt Reinhardshausen seine Gäste zu Spaziergängen auf lichtdurchfluteten Alleen, zum Verweilen am Schwanenteich oder auch zum Beobachten der exotischen Flamingos ein.